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Feb 02

Ein Arzt erklärt wie Diabetes, Krebs, Rheuma und psychische Krankheiten durch das Fasten positiv beeinflusst werden!

Schon als Student haben mich meine Kommilitonen oft gefragt, ob Fasten überhaupt gut für die Gesundheit ist.

Die Antwort ist ganz einfach: es ist aus medizinischer Sicht bewiesen, dass Fasten gut für den Körper und für die Seele ist (Quellen: 1,2,3). Dies wird in diesem Artikel noch genauer erklärt.

Da ich nun als Arzt mit besonderen Gesundheitsfragen konfrontiert bin, möchte ich meinen gesundheitsorientierten Beitrag leisten.
Fasten ist ein natürliches Phänomen, das der Körper üben muss, damit er seine biologischen Aufgaben funktionsgerecht erfüllen kann. Es ist für die Gesundheit des Menschen genauso notwendig wie Essen, Atmen, Bewegung und Schlaf.

Der Grund für die seine Wichtigkeit für den Körper liegt darin, dass es diesem bei der Zerstörung alter Körperzellen hilft und den Körper von dessen überschüssigen Zellen befreit. Das Fastensystem, das mindestens 14 Stunden an Hunger und Durst und dann einige Stunden für das Fastenbrechen enthält, ist das vorbildliche System für die Aktivierung beider Verfahren, nämlich der Zerstörung und der Bildung von Zellen. Dies widerspricht der landläufigen Meinung, dass das Fasten zur Abmagerung und zur Schwäche führt. Es wird vorausgesetzt, dass das Fasten in einem annehmbaren Ausmaß geschieht.

Zu den Vorteilen des Fastens gehört, dass es an der Heilung vieler Krankheiten des Körpers beteiligt ist, wie etwa Krankheiten des Verdauungssystems, Leberkrankheiten sowie bei der Behandlung von Übergewicht und Arteriosklerose (Arterienverhärtung) und hohem Blutdruck. Das Fasten schützt den Körper vor der Zuckerkrankheit. So nützt das Fasten dem Zuckerkranken, indem es der Insulinbildenden Zellen der Bauchspeicheldrüse eine Gelegenheit zur Ruhe gibt.

Mäßig zu essen hilft Übergewichtigen beim Abnehmen. Da es die Blutfettwerte reduziert, führt dies zur Minderung des Cholesterins. Dabei handelt es sich um eine Substanz, die sich an der Wand der Arterien ablagert und zur Arteriosklerose führen kann und somit zu einem höheren Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Interessant ist, dass dieser Prozess (Arteriosklerose) schon ab dem 20. Lebensjahr beginnt. Das heißt, dass fast alle Leser diese Veränderung bereits haben. Wir sind also vorprogrammiert, irgendwann zu sterben. Das Ausmaß, wie sich solch eine krankhafte Veränderung entwickelt, ist sehr unterschiedlich. Rauchen, Übergewicht, Stress und erhöhte Blutfettwerte beschleunigen diesen Prozess, während Sport, Fasten, seelische Ruhe, Sauna, Obst und Gemüse diesen verlangsamt.

Es verbessert ferner die Mundflora und die Gesundheit der Zähne und gibt ihnen Gelegenheit zur Regenerierung.

Es ist zudem wissenschaftlich erwiesen (Quelle: 1), dass das Fasten den Schmerz bei chronischen Gelenkentzündungen lindert. Dies sind die Vorteile, die man bis heute erkannte und es gibt noch viele weitere Vorteile, die noch unerforscht sind.

Es hat seine Vorteile auch unter den Gesichtspunkten Gesundheit und Hygiene. Es hat ebenfalls einen direkten Einfluss auf die Psyche und den Körper der fastenden Person. Es wurde herausgefunden, dass das Fasten eine wirksame Behandlung für psychologische Krankheiten und emotionale Störungen ist (Quelle: 2 und 3). Es hilft einer Person, seinen Willen zu stärken, seine Manieren und seinen Geschmack zu entwickeln (vor allem wenn leckeres Essen vorbereitet wird und sich der Geruch in der Wohnung verbreitet).

Neben Steigerung der Widerstandsfähigkeit und der Fähigkeit, Härten und Ausdauerbelastungen zu begegnen, spiegelt sich das Fasten durch das Herabsetzen des übermäßigen Essens und der Beseitigung überschüssigen Fettes in der äußeren physikalischen Erscheinung wider. Die Vorteile des Fastens hören hier nicht auf, es ist mitwirkend verantwortlich für die Linderung einer Anzahl von körperlichen Krankheiten des Verdauungssystems, wie chronische Magenschmerzen, Entzündung des Dickdarms, Leberkrankheiten, Verdauungsstörung, Arterienverkalkung, hoher Blutdruck, Asthma, Fettleibigkeit und viele andere Erkrankungen.

Der schweizerische Arzt, Dr. Barsilus, stellte fest: Die Vorteile des Hungers als Heilmittel können in bestimmten Fällen die Einnahme von Medikamenten übertreffen.

Daher steht in den Medizinlehrbüchern und den klinischen Nachschlagwerke z.B. Pschyrembel häufiger der Begriff „Therapeutisches Fasten“. Hier wird Fasten als freiwilliger Verzicht auf Nahrung und Genussmittel für eine begrenzte Zeit mit Deckung des Energiebedarfs aus körpereigenen Depots definiert. Es gibt viele Formen des Fastens: z.B. Wasserfasten, Teefasten, Heilfasten, modifiziertes Fasten und therapeutisches Fasten. Letztes wird als stationäres Heilverfahren in spezialisierten Kliniken durchgeführt.

Im Allgemeinen beschleunigt es durch den Hunger die Vernichtung der Abfallgewebe des Körpers und somit werden die Zellen angeregt, neues Gewebe zu produzieren.
Dies ist der Grund, wieso einige Wissenschaftler darauf hinweisen, dass das Fasten als ein wirksames Mittel betrachtet werden sollte, um Jugend und Langlebigkeit zu erhalten.

Quellen:
1- Vanderbilt Universität
www.vanderbilt.edu/AnS/psychology/health_psychology/fast.htm
2- www.fasting.com/solution.html
3- The Sapporo Medical Journal, 1986; 55(2): 125-136m

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