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Jun 29

Vers, Hadith und Duaa des Monats

Vers des Monats:

“O die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, so wie es denjenigen vor euch vorgeschrieben war, auf dass ihr gottesfürchtig werden möget.” (Sure 2, Vers 183)

Das Fasten – im Arabischen „Ṣaum“ – bedeutet „sich von etwas enthalten“. Ein Pferd, das sich weigert zu gehen oder Gras zu fressen wird im Arabischen „ṣā’im“ genannt. Indem Allah den Muslimen das Fasten vorschreibt, so wie er auch vorangegangenen Völkern wie den Juden und Christen vorgeschrieben war, macht Allah (s.w.t.) durch seine Wörter im Quran klar, dass das Ziel des Fastens ist, Gottesfurcht unter den Muslimen zu schaffen. Was bedeutet „Taqwa“ (Gottesfurcht)? Der Pfad unseres Lebens ist umgeben auf beiden Seiten mit dornigen Büschen der Begierden. Wenn wir nicht vorsichtig gehen, so besteht die Gefahr, dass wir uns verletzen und nicht mehr richtig laufen können. Fasten lehrt uns, vorsichtig zu gehen, unser inneres Leben zu disziplinieren, und es erinnert uns an unsere Rechenschaft im nächsten Leben.
Man darf die Pflicht zum Fasten nicht unter Strafe oder Prüfung einordnen, sondern als Gehorsam Allāh (s.w.t.) gegenüber bezeichnen. Denn all das, worauf der Mensch während des Fastens verzichten soll, ist ihm nach dem Fastenbrechen erlaubt. Zum Fasten gehört, dass sich der Gläubige ganz besonders vorbildlich benimmt. Dazu gehören die Selbstbehrrschung in allen Angelegenheiten und die Einstellung aller niedrigen Handlungsweisen. Beschimpfungen, üble Nachreden, Lügen, Betrügen, Unsittsamkeiten, feindselige Äußerungen und Angriffe aller Art, die sowieso im Islam verpönt sind, machen das Fasten zunichte. Durch das Fasten werden einem erst einige elementare Tatsachen bewusst. Dadurch, dass man hungert, wird das Gefühl von bedürftigen Menschen erst realisiert und man ist umso dankbarer, dass man jeden Tag mindestens eine warme Mahlzeit zu sich nehmen kann. Dieses Bewusstsein und diese Überlegungen bringen den Menschen näher zu Allah (s.w.t.) und machen ihn somit gottesfürchtiger.
Wichtig hierbei ist, dass man alleine für das Wohlgefallen Allahs (s.w.t.) fastet und die Ibada (Gottesdienste) verrichtet und nur Ihn um Vergebung bittet, da Er der Einzige ist, der Belohnen und Vergeben kann.

Hadith des Monats:

„Wer immer im Monat Ramadan aus reinem Glauben und in der Hoffnung auf Allahs Lohn fastet, dem werden alle seine vergangenen Sünden vergeben.“ (Bukhari und Muslim)

Der Monat Ramadan ist eine große Chance, für einen selbst gute Taten zu vollziehen die
ihm das Paradies näher bringen können. Wer also im Monat Ramadan fastet, wobei er glaubt, dass dieses Fasten Pflicht ist, die Belohnung von seinem Herrn erwartet und sich um das Folgen seines Propheten (s.a.s.) bemüht, dem wird die Vergebung verkündet.
In diesem gesegneten Monat sollte der Muslim seine Gewohnheiten und seinen Charakter reinigen, indem er die schlechten Taten unterlässt, die er während des restlichen Jahres begeht. Rauchen, viel Schlafen, übermäßiges Essen, Lästern – dies sind nur einige Beispiele für Laster, die es im Ramadan zu kontrollieren gilt. Viele Muslime schaffen es in diesem Monat, sich von schlechten Taten und den Sünden fernzuhalten, da im Ramadan die Einflüsterungen der Satane geringer sind. Der Satan wird in Gewahrsam genommen, sodass er die Gläubigen nicht beeinflussen kann, indem er ihnen einflüstert und sie irreleitet, was in den restlichen Monaten des Jahres der Fall ist. In diesem Monat sind die Tore von Jannah (Paradies) geöffnet und die Tore von Jahannam (Hölle) geschlossen. Da die großen Satane (Mardah) im Ramadan gefesselt sind, fällt es den Menschen leichter, sich von den großen Sünden fernzuhalten. Abu Hurairah berichtet: „Der Prophet Allahs (Friede sei auf ihm) sagte: Wenn der Monat Ramadan beginnt, sind die Tore von Jannah (Paradies) geöffnet und die Tore von Jahanam (Hölle) geschlossen und der Satan (Teufel) ist gefesselt.” (Bukhari und Muslim).
Um es in der kaufmännischen Sprache auszudrücken: In der Bilanz ist die Belohnung des Fastens – nämlich die Vergebung – im Verhältnis zur Anstrengung und der Charakterreinigung ein sehr vorteilhaftes Geschäft!

Dua des Monats:

„O Allah mein Gott, ich habe gegen mich selbst viel Unrecht getan – und keiner vergibt die Sünden außer Dir -, so vergib mir und mache dies als Begnadigung von Dir, und erbarme Dich meiner, denn wahrlich, Du bist der Allvergebende, der Allbarmherzige!” (Bukhari)

اللَّهُمَّ إِنِّي ظَلَمْتُ نَفْسِي ظُلْمًا كَثِيرًا وَلاَ يَغْفِرُ الذُّنُوبَ إِلاَّ أَنْتَ، فَاغْفِرْ لِي مَغْفِرَةً مِنْ عِنْدِكَ، وَارْحَمْنِي إِنَّكَ أَنْتَ الْغَفُورُ الرَّحِيمُ

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