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Mrz 24

Warum die Muslime nicht gegen die Anschläge protestieren

Es ist ein Statement, das Zehntausende nach den Brüssel-Anschlägen bewegt – vielleicht, weil es eine klare Ansage an alle ist, die von Muslimen eine General-Entschuldigung für Terror-Anschläge fordern.

Ismaël Saidi, Belgier mit marokkanischen Wurzeln, hat eine einfache Erklärung dafür, warum Muslime sich nicht jedes Mal für die Taten anderer entschuldigen müssen. In einem bewegenden Facebook-Post schreibt der Fernseh- und Theaterproduzent:

Warum die Muslime nicht alle geeint auf die Straße gehen, um die Anschläge zu verurteilen?

Weil wir die Taxis fahren, die die Bevölkerung seit gestern gratis nach Hause bringen.

Weil wir die Verletzten in den Krankenhäusern versorgen…weil wir die Krankenwagen fahren, die durch die Straßen flitzen um das am Leben zu erhalten, was noch von uns übrig ist.

Weil wir an der Rezeption der Hotels sitzen, die seit gestern gestrandete Reisende gratis aufnehmen.

Weil wir die Busse, die Straßenbahnen und die Metros fahren, damit das Leben weitergeht, auch wenn wir verletzt sind

Weil wir, in unseren Uniformen der Polizisten, Ermittler und Richter unermüdlich nach den Kriminellen suchen.

Weil wir auch unsere Toten beweinen…

Weil wir auch nicht verschont wurden

Weil wir doppelt und dreifach getroffen wurden…

Weil der gleiche Glaube sowohl Opfer als auch Täter hervorgebracht hat…

Weil wir fertig sind, verloren und weil wir versuchen zu verstehen…

Weil wir die Nacht auf der Schwelle unseres Hauses verbracht haben, auf jemanden wartend der nie zurückkommen wird…

Weil wir unsere Toten zählen…Weil wir trauern…Der Rest ist Schweigen..

 

Quelle: http://www.huffingtonpost.de/

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